Seit Januar 2005 gibt es eine neue Reglung, wie viel die gesetzliche Krankenversicherung bei einem Zahnersatz zuzahlt. Dabei werden nur noch rund 50% bis 70% der Kosten bei einer Zahnbehandlung, von der Versicherung übernommen. Daher bietet es sich an, eine eigene Zahnzusatzversicherung für die weiteren Kosten abzuschließen, die jegliche Zahnbehandlung abdeckt.
Zahnzusatzversicherung

Ambulante Zusatzversicherung

Mit Hilfe einer ambulanten Zusatzversicherung werden die Unterschiede zwischen Privatpatient und gesetzlich Versichertem in den nächsten Jahren immer weiter schrumpfen. Im Prinzip erkauft der Versicherungsnehmer sich durch verschiedene ambulante Zusatzversicherungen Leistungen hinzu, die normalerweise von der jeweiligen Krankenkasse nicht getragen werden würden.
Heilpraktikerversicherung

Zusätzlich zur normalen gesetzlichen Krankenversicherung sollte eine Heilpraktikerversicherung abgeschlossen werden, wenn Behandlungen durch einen Heilpraktiker in Anspruch genommen werden. Im Bedarfsfall reguliert diese zusätzliche Kosten, die sonst der Versicherte selbst tragen müsste. So ist es für jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung möglich, mit einem geringen monatlichen Kostenaufwand eine Lücke in der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen.
Krankenhauszusatzversicherung

Die Krankenhauszusatzversicherung bietet mehr als nur bessere Pflege und bessere ärztliche Versorgung, die Krankenhauszusatzversicherung macht auch ein besseres Gefühl. Es gibt viele unterschiedliche Leistungen der Versicherer, so ist für jeden das passende Leistungspaket erhältlich. Und wenn schon im Ausnahmezustand, dann doch in einem deutlich angenehmeren, als dem normalen.
Dread Disease Versicherung: Für wen lohnt sie sich?
Der Abschluss einer Dread Disease Versicherung kommt in erster Linie für Selbständige und Freiberufler in Frage. Dieser Berufsgruppe droht bei schwerer Krankheit in der Regel ein Totalausfall der Einkünfte, der dann mit der Versicherungssumme überbrückt werden kann. Darüber hinaus kann der Versicherte damit eventuell spezielle Therapien finanzieren, die von seiner herkömmlichen Krankenversicherung nicht getragen werden. Eine Dread Disease Versicherung soll die Sicherheitslücken schließen, welche die bereits vorhandenen Policen noch offen lassen. Die Krankenversicherung kann meist nicht alle Verpflichtungen abdecken, die auch bei einer schweren Krankheit weiter laufen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für das Risiko einer totalen Erwerbsunfähigkeit zuständig, bei vorübergehendem Ausfall springt sie nicht ein. Die Risikolebensversicherung wiederum zahlt nur bei Eintritt des Todes, Fälle wie Koma oder ähnlich dramatische Ereignisse sind nicht abgesichert. In all diesen Beispielen sorgt eine zusätzlich abgeschlossene Dread Disease Versicherung für die Überbrückung der finanziellen Ausfälle.
Was zu beachten ist
Vor allem muss der Versicherte bei Abschluss der Police auf die sorgfältige Ausarbeitung der Risikolisten achten. Denn nur bei den im Vertrag aufgeführten Fällen erhält der Kunde eine Zahlung. Diese Listen gestalten sich von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich, ein Vergleich verschiedener Gesellschaften ist deshalb unbedingt anzuraten. Niemand kann sich gegen jede Eventualität des Lebens absichern, der Versicherungsnehmer sollte jedoch darauf achten, dass der Vertrag zu seinen individuellen Risiken möglichst gut passt. Die Bedrohung, eine bestimmte Erkrankung zu bekommen, ist zwar von Mensch zu Mensch verschieden, dennoch gibt es allgemeine Berechnungen zu Krankheitswahrscheinlichkeiten. Darüber hinaus können bei der Risikoabwägung familiäre Prädispositionen berücksichtigt werden. Besteht bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung, können beide Policen aufeinander abgestimmt werden. Das Gleiche gilt für eine vorhandene Risikolebensversicherung. Die Summe der Dread Disease Versicherung sollte an die tatsächlichen Sicherheitslücken angepasst werden. Auch bei längeren Ausfallzeiten durch Krankheit müssen damit alle laufenden Kosten gedeckt werden, die eine Krankenversicherung nicht trägt.
Zahnzusatzversicherung Barmenia – leistungsstark und zukunftstauglich
Der Gesundheitsfonds sorgt für einen Ausgleich unter den Gesetzlichen Krankenkassen, da die Gesundheitskosten für die Kassen auf Grund unterschiedlicher Struktur der Versicherten (vorwiegend Alter) unterschiedlich ausfallen. Indem über den Gesundheitsfonds Kassen mit einen größeren Anteil an kranken Versicherten eine Ausgleichszahlung von den Krankenkassen mit gesünderen Versicherten erhalten, wird eine umfassende gesundheitliche (Grund)Absicherung aller Kassenpatienten gewährleistet.
Das Risiko der Zahngesundheit kann jedoch schon lange nicht mehr ausschließlich von den Gesetzlichen Kassen finanziert werden. Da die Zahngesundheit zwar im höchsten Maße wünschenswert, jedoch nicht überlebensnotwendig ist, sind die Kürzungen der Gesetzlichen Kassen bei der Zahnmedizin vergleichsweise stark ausgefallen.
Markt für Zahnzusatzversicherung umkämpft – doch wenige Tarife wirklich gut
Genau aus diesem Grund ist inzwischen der Markt für private Zahnzusatzversicherungen keine Nische mehr. Doch nur die wenigsten Tarife erfüllen auch das, was sie sollen, um die Kürzungen der Gesetzlichen Kassen auszugleichen und leisten erst recht nicht das, was sich der Versicherte von seiner Zahnzusatzversicherung wohl erhoffen dürfte: Die Gleichstellung mit einen privat Versicherten beim Zahnarzt!
Beim Zahnzusatzversicherung Vergleich sind nur etwa ein halbes Dutzend Tarife wirklich rundum zu empfehlen. Dazu gehört auch die Zahnzusatzversicherung Barmenia, bei der besonders hervor zu heben ist, dass dieser Tarif vor kurzem komplett überarbeitet wurde und nun sehr zukunftstauglich gestaltet wurde.
Insbesondere als Zahnversicherung für Kinder ist die Barmenia Zahnzusatzversicherung interessant, da diese auch für Kieferothopädie 80 % des Rechnungsbetrages übernimmt.
Selbst Versicherte, die jahrelang keinen Leistungsfall geltend machen, profitieren durch die in der Zahnzusatzversicherung Barmenia beinhalteten Präventivleistungen wie die professionelle Zahnreinigung.
Zahnersatz wichtigster Absicherungsbedarf
Priorität haben aber eher die wirklich wichtigen Leistungskonditionen, insbesondere die 85prozentige Erstattung von Zahnersatz und Zahnbehandlung. Professioneller Zahnersatz wie Implantate, die nicht nur asthetisch aussehen, sondern auch eine gesundheitsfördernde und heilende Funktion erfüllen (wie z. B. die Unterstützung des Knochenaufbaus gewährleisten können) verschlingen sehr schnell einen vierstelligen Rechnungsbetrag, den der Gesetzlich Versicherte zum Großteil selbst zu tragen hat, da guter Zahnersatz schon längst kein Bestandteil des gesetzlichen Leistungskatalogs ist und die pauschalisierte Bezahlung sich nur auf einfachen Zahnersatz bezieht und daher entsprechend gering ausfällt. Die durchschnittlichen Kosten für ein Implantat betragen schnell 2.000 Euro während die Gesetzliche Kasse gewöhnlich nur ca. 130 Euro als Pauschale beisteuert.
Pflegetagegeldversicherung – worauf es ankommt
Der Abschluss einer privaten Pflegetagegeldversicherung wird immer wichtiger und stellt inzwischen schon gar keine optionale Ergänzung zur Gesetzlichen Pflegeversicherung mehr dar, sondern vielmehr eine obligatorische Notwendigkeit, will man die Versorgung eines Pflegefalls abgesichert wissen, ohne dass mühsam angespartes Vermögen einer Familie aufgezehrt wird.
Um den optimalen privaten Pflegetarif zu finden, kommt es aber sehr auf einen umfassenden Versicherung Vergleich an.
Zu den wichtigsten Leistungskriterien einer privaten Pflegetagegeldversicherung gehört es, dass den Versicherten nach Abschluss im Leistungsfall sofort das vereinbarte Pflegetagegeld gezahlt wird, was längst nicht bei jeden Tarif der Fall ist.
Um bürokratische Hürden für die Angehörigen zu vermeiden, sollte das vereinbarte Pflegegeld auch ohne konkrete Kostennachweise ausgezahlt werden und auch für den Fall, dass die Pflege durch Familienangehörige übernommen wird, die die Pflege liebevoller und fürsorglicher übernehmen können – was auch zur Gesundheitsförderung des Pflegebedürftigen beiträgt.
Da besonders bei Unfällen, die plötzlich eintreten und auch während der Erziehung von Kindern ein Pflegefall eine besonders starke Härte für Betroffene und Angehörige bedeutet, sollten für diese Fälle das Pflegetagegeld in doppelter Höhe gezahlt werden. Ebenso sollten bei guten Tarifen auch für krankheitsbedingte Pflegefälle, die ein besonderen Härtefall darstellen ein höheres Pflegegeld gezahlt werden.
Vor dem Hintergrund, dass die gesetzlichen Kriterien der Pflichtversicherung zur Beurteilung der Pflegebedürftigkeit strenger gefasst sind als der privaten, sollte eine private Pflegetagegeldversicherung auch unabhängig von der Vorleistung der gesetzlichen leisten
Sehr zu empfehlen ist die Allianz PZTbest, die bereits bei der Pflegestufe O ein 30prozentiges Pflegetagegeld zahlt.
Alternativ ist auch die DKV PET ein sehr leistungsstarker Tarif mit ebenfalls europaweiten Versicherungsschutz, die bereits ab 1,41 pro Monat zu haben ist, was jedoch bei weiten nicht oberstes Entscheidungskriterium darstellen sollte. Gerade bei einer Pflegeversicherung heißt es im Ernstfall: Billig gekauft ist teuer gekauft, wenn Familienangehörige trotz Zusatzabsicherung ihr Einkommen und Vermögen für das pflegebedürftige Familienmitglied aufbringen müssen.
Angesichts der erfreulichen Tatsache, dass unsere Bevölkerung immer älter wird, muss man sich auch der unerfreulichen Konsequenzen stellen, die aber mit einer privaten Pflegetagegeldversicherung kompensiert oder zumindest – abhängig vom gewählten Pflegetagegeldsatz – abgefedert werden können.
Zusatzversicherung mit Sehhilfen/Brille
Die Gesetzliche Krankenversicherung leistet heute nur noch eine Grundversorgung. Bei den Leistungen einer Sehhilfe fängt es schon an. Die Krankenkasse leistet beim Großteil der Bevölkerung garnicht mehr. Nachdem in Deutschland mehr als 60 Prozent eine Sehhilfe (Brille oder Kontaktlinsen) benötigen, muss dieser Kostenpunkt privat übernommen werden. Viele Versicherer bieten Zusatzversicherung Sehhilfen an. Die Leistungen der jeweiligen Angebote unterscheiden sich dabei deutlich. Wer möchte nicht als gesetzlich Krankenversicherter auch als erstklassiger Privatpatient behandelt werden? Von daher werden häufig in Verbindung mit einer Zusatzversicherung Sehhilfen Kombiprodukte, sogenannte „Allround Pakete“ angeboten, wo nicht nur die teure Sehhilfe erstattet wird sondern auch z.B. ein Upgrade im Krankenhaus vom Mehrbettzimmer auf ein Einbettzimmer mit Chefarztbehandlung und bei Zahnersatz einen Teil der Rechnung übernommen wird.
Beliebt sind Angebote mit jeweils zwei Leistungsbereichen in Kombination:
Zusatzversicherung Sehhilfen und Zahnzusatzversicherungen
Zusatzversicherung Sehhilfen und Heilpraktikerleistungen
Dolch welche Versicherungsgesellschaften bieten solche Kombinationen an?
Die Kombi Zahnzusatzversicherung mit Sehhilfen werden z.B. von der Württembergische und der Signal Iduna angeboten. Im Tarif Württembergische Zahnzusatzversicherung ist die Erstattung bei Sehhilfen alle 2 Jahre mit 125 € abgesichert. Bei Signal Iduna Komfort wird die Sehhilfe mit 165 € innerhalb 36 Monate erstattet.
Wer mehr Erstattung im Bereich Sehhilfen abgesichert haben möchte, sollte dann zur Kombi Sehhilfen und Heilpraktikerleistung greifen. Hier werden z.B. bei der Arag Versicherung Tarif 483 und bei der Barmenia Versicherung Tarif AN eine Erstattung von bis zu 300 € gewährleistet. Nachdem hier bei Abschluss Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen, kann es bei einigen Fällen zur Nichtannahme kommen. Von daher wäre dann sicherlich hier eine reine Zusatzversicherung Sehhilfen sinnvoller.
City BKK – Insolvent
Nach einer Millionen schweren Rettungsaktion der Betriebskrankenkassen zur Rettung der finanziell seit Monaten angeschlagenen City BKK, musste diese Betriebskrankenkasse nun doch Insolvenz anmelden. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung hat die Insolvenz der City BKK zwar als Ausnahmeerscheinung abgestempelt, doch politisch gewünscht ist es seit langem, dass aus den bisher ca. 150 agierenden gesetzlichen Krankenkassen maximal nur noch 30-50 übrigbleiben….
Der nächsten Krankenkasse geht es an den Kragen
Die Einführung des Gesundheitsfonds und der damit einhergehende einheitliche Beitragssatz, sowie die Möglichkeiten der Erhebung von Zusatzbeiträgen bei gravierenden Änderungen der Umverteilungsmodalitäten an die Krankenkassen fordert nach und nach Opfer bei den Gesetzlichen Krankenkassen.
Während es gut wirtschaftenden Krankenkassen wie der BKK Pfalz recht gut geht, haben andere Gesetzliche Krankenkassen deutliche finanzielle Probleme.
Zahnzusatzversicherung Vergleich – vereinfacht mit kompetenter Hilfe

Vergleich Zusatzversicherung Zahn
Kunden der gesetzlichen Krankenversicherung haben einen umfangreicheren Anteil der Kosten bezahlen als Patienten die privat versichert sind. Von den privaten PKV Unternehmen werden nicht selten mindestens. 60% der Kosten übernommen, je nach gewähltem Zahntarif. Eine Zahnversicherung kann dagegen die Selbstbeteiligung deutlich senken. Die Leistungen einer Zusatzversicherung zahn können je nach Präferenz auf den Bedarf des Kunden abgestimmt werden. Der Zusatzversicherung Vergleich hilft bei der Auswahl nach der passenden Zahnersatzversicherung.
Regelung Beiträge PKV bei Hartz IV
Das Bundessozialgericht (BSG) hat entschieden, dass die Festsetzung des Höchtsbeitrags als Zuschuss zur Krankenvollversicherung beim Bezug von HARTZ IV (nach § 26 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB II i. V. m. § 12 Abs. 1c Satz 5 und 6 Versicherungsaufsichtsgesetz) auf 131,34 EUR pro Monat unzulässig ist.
Stattdessen kann der Zuschuss nun bis zu max. 287,72 EUR betrag (halber Beitrag zum Basistarif). Übersteigt dieser Maximalzuschuss den tatsächlichen Beitrag zur Krankenvollversicherung, so ist der niedrigere Beitrag ausschlaggebend.
Diese Regelung ist sehr verbraucherfreundlich, da ehemals PKV-Versicherte von der bisherigen Regelung stark benachteiligt waren. Ihnen blieb nicht die Möglichkeit des Wechsels in die GKV. Oft wurden sie dazu gezwungen in den schlechteren und oft nicht einmal günstigeren Basistarif zu wechseln.
Spannend bleibt die Frage, wie die Behörden diese Entscheidung annehmen.
Gesundheit ist das wichtigste Gut – Vorsorge ist entscheidend
Gesundheit ist das wichtigste Gut – Vorsorge ist entscheidend
Eigentlich ist es jedem bewusst: Das Leben ist endlich und man sollte alles dafür tun, damit man es möglichst lang, gesund genießen kann. Daher kommt der Vorsorge große Bedeutung zu.
Im Streben nach einem langen, glücklichen und gesunden Leben sollte die richtige Absicherung ein großer Stellenwert beigemessen werden. So sollten alle Vorkehrungen getroffen werden, welche die Grundsicherung der Existenz nicht gefährden. Hier zu zählt der grundlegende Versicherungsschutz, wie die Absicherung der Heilkosten bei Unfall und Krankheit, die Haftpflichtversicherung, Altersvorsorge (muss nicht zwangsläufig über eine Versicherung erfolgen, Alternativen wie Fonds als Altersvorsorge bieten sich ebenfalls an) Einkommens- und Hinterbliebenensicherung, Hausrat-, und Rechtsschutzversicherung.
Erst wenn die Grundsicherung erfolgt ist, kann man mit dem Kapitalauf- und -ausbau beginnen. Denn was nützt die Freude über positive Börsenverläufe, wenn ein Schaden oder Krankheitskosten die mühsam angesparten Kapitalerträge gleich wieder aufzehren.
Auch sollten alle Vorsorge-Untersuchungen in puncto Darmkrebs vorgenommen werden. Hierzu sollte sich jeder über die Pflichtvorsorgeuntersuchungen informieren. Denn wer diese Information nicht nachweisen kann, muss bei einer späteren Erkrankung hieran draufzahlen! Früherkennung von Krankheiten ist sehr wichtig, was vielen Menschen bewusst ist, doch immer noch gibt es sehr viele, die diese Angebote nicht wahrnehmen. Studien zufolge sind gerade Männer die Vorsorge-Muffel Nummer Eins. Das sollte sich unbedingt ändern. Sie erkranken sehr häufig an Darm- und Prostata-Krebs, wobei eine Früherkennung der Erkrankung Leben retten kann.
Gesundheitsreform – einheitliche Kopfpauschale mit Sozialausgleich nicht unsozial
Die schwarz-gelbe Bundesregierung diskutiert derzeit, wie die Refromierung des Gesundheitssystems aussehen könnte. Dabei tritt insbesondere die FDP für eine Kopfpauschale ein, d. h. nicht mehr wie bisher soll anteilig nach dem Einkommen ein Prozentsatz gezahlt, sondern jeder für jeden Gesetzlich Versicherten eine Kopfpauschale fällig werden. Was zunächst von der Mehrheit der Bevölkerung als eher “unsozial” abgewiegelt wird, hat aber ganz klare Vorteile. Versicherte, deren Einkommen relativ gut ist, werden durch die Kopfpauschale verstärkt dazu motiviert eine private Krankenhauszusatzversicherung oder Zusatzversicherung Zahnersatzabzuschließen.
Denn die meisten Verdiener mit einem überdurchschnittlichen Einkommen (wobei nicht Millionäre gemeint sind) müssen beim jetzigen System mit sehr hohen Abzügen von ihrem Bruttoeinkommen rechnen. Das Mehreinkommen steht dann auf Grund überproportional steigenden Abzügen vom Bruttoeinkommen kaum zur Finanzierung von einer Zusatzversicherung zur Verfügung. Das wäre bei der Kopfpauschale anders. Der Versicherte könnte dann das zusätzliche Einkommen in z. B. einer Krankenzusatzversicherung investieren. Durch die bessere Eigenvorsorge würde dann auch das System der Gesetzlichen Kassen entlastet, da der privat Zusatz Versicherte auf Grund der besseren Gesundheitsversorgung besser präventiv für seine Gesundheit (z. B. durch Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen, die nicht von der Gesetzlichen Kasse bezahlt werden) vorsorgen könnte. Somit senken private Krankenzusatzversicherungen tendenziell auch die Kosten der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Gerechter wäre die Kopfpauschale paradoxerweise auch gerade auf Grund der Tatsache, dass Beiträge für jeden Versicherten erhoben werden. Was bei jeder privaten Zusatzversicherung eine Selbstverständlichkeit ist, sollte auch bei der Gesetzlichen Kasse der Fall sein, um das Gesundheitssystem längerfristig finazierbar zu halten. Die soziale Balance wird dabei gewahrt durch den sog. Sozialausgleich, der einkommensschwache Familien vom Staat entsprechend bezuschußt werden.
Als Alternative würde sich auch eine gegliederte Gesundheitspauschale anbieten, um die Reformierung des Gesundheitssystems der Bevölkerung besser verkaufen zu können.
Der renommierte Professor für Gesundheitsökonomie, Günter Neubauer, tritt sehr stark für eine dreigliedrige Gesudheitsprämie ein. Neubauer findet, dass eine dreigliedrige Kopfpauschale eine gute Lösung wäre, um die immer größer werden Finanzierungsprobleme der Gesetzlichen Krankenversicherung (die nicht zuletzt auch auf Grund der Einführung des Gesundheitsfonds entstanden sind) zu lösen. Neubauer tritt für eine Gesundheitsprämie in Höhe von 80 Euro für Geringverdiener, 140 Euro für Durchschnittsverdiener und 200 Euro für Besserverdienende ein.
Doch dieser Vorschlag einer dreistufigen Beitragspauschale würde wiederum Geringverdiener wie z. B. eine Verkaufshilfe, die vielleicht nur 700 bis 800 Euro netto im Monat haben ebenso wie Rentner von einem Beitragssatz in Höhe von 80 verhältnismäßig stark belastet. Die aktuelle Diskussion um Hartz IV offenbart schon zugenüge, wie wenig der Mehrverdienst von Geringverdiener im Vergleich zu Hartz IV Empfängern ist. Ein Pauschalbeitrag in Höhe von 80 Euro (was schnell z. B. 10 % des Gesamtnettoeinkommens ausmacht) würde die Aufnahme bzw. Beibehaltung einer beruflichen Tätigkeit weniger lohnenswert machen, sofern der Staat nicht entsprechend gegensteuert.
Leistungsgerechtigkeit sollte nicht zu sehr zugunsten einer Verteilungsgerechtigkeit aufgegeben werde. Eine einheitliche Gesundheitsprämie für alle Gesetzlich Versicherten gewährleistet das eher. Es nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet Menschen, die nur marginal mehr verdienen als sog. Geringverdiener oder Arbeitslose erhöhte Beiträge für die Krankenversicherung zahlen müssen, obwohl ihre Versicherungsleistung die gleiche ist. Menschen, deren Einkommen nur etwas höher liegt als das von Durchschnittsverdienern, können über den Abschluss von Zusatzversicherungen nur besser für ihre Gesundheitsabsicherung vorsorgen als Menschen mit unterdurchschnittlichen Einkommen oder sogar Geringverdiener bzw. Arbeitslose, wenn der Staat ihnen auch entsprechende finanzielle Spielräume zur Eigenvorsorge läßt.
Die medizinische Grundversorgung muss natürlich für alle Menschen unabhängig von Status, Beruf und Einkommen gewährleistet sein. Dies sollte aber nicht über die Beitragssätze der Gesetzlichen Krankenkasse geschehen. Der sog. Sozialausgleich für sozial Schwache sollte über Steuern finanziert werden, weil diese Form des sozialen Ausgleichs nicht die Sozialabgaben belastet, die auch der Arbeitgeber zu tragen hat. Fallen diese Kosten für den Arbeitgeber weg, wird es folglich auch attraktiver neue Arbeitskräfte einzustellen.
